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Unsere Gemeinde

Kfd St. Anna

40 Jahre kfd- unter seinem liebevollen Blick

Dialogpredigt anlässlich des 40 jährigen Bestehens August 2017



Ansprache (Dialogpredigt Gerti und Ulrich)

 

kfd-Vexierbild steht vor den fünf Leuchtern mit den DANKE-Kerzen am Altar. Gerti und Ulrich stehen seitlich (Ambo und Priestersitz). Sie wenden sich halb zueinander, halb zum Altar.

 



Ulrich: Liebe Gerti, ich muss sagen: Das hat mir gefallen, wie vorhin die fünf kfd-Frauen erzählt haben, wofür sie Danke sagen.

 

Gerti: Mir auch. Und das ist ein schönes Bild wie das vor dem Altar steht: Die fünf Kerzen und unser kfd-Schild.   Und so harmonisch.

 

Ulrich:  Ja, ich finde auch, dass das Blau des Schriftzugs ganz hervorragend zum Gesamtbild passt.

 

Gerti: Blau? Ich wusste ich ja gar nicht, dass du farbenblind bist. Die Farbe des Schriftzugs ist orange.

 

Ulrich: Ich bin kein bisschen farbenblind. Der Schriftzug ist eindeutig blau. Wenn hier jemand was an den Augen hat, bist du das. 

 

Gerti: Jetzt hört es aber auf. (wendet sich an Gemeinde): Das ist doch eindeutig orange, oder?

 

(… mal sehen, was passiert, ggf. kann man auch die Messdiener auf seiner Seite fragen, die haben dann die gleiche Perspektive wie man selbst …)

 

Ulrich: Ich habe jedenfalls nicht an den Augen. Und deswegen schaue ich mir das jetzt mal aus der Nähe an.            (geht zum Schild, hebt es hoch und betrachtet es, geht zum Mikro, Schriftzug für Gemeinde noch unsichtbar)              Aha! So ist das also.

(zu Gerti) – Du hattest wieder einmal Recht.

 

Gerti: Na bitte.

 

Ulrich: Und ich hatte auch recht. Schau dir das mal an. (zeigt nun das Schild von verschiedenen Seiten, so dass die Gemeinde es sehen kann)

 

Gerti: Interessant: Die Teile, aus denen der Schriftzug geformt ist, haben auf jeder Seite eine andere Farbe. Auf diese Weise erscheint der Schriftzug mal A1, mal A2, …

 

Ulrich: Ja, ein schöner optischer Effekt.

 

Gerti: Und auch ein schönes Symbol für die kfd.

 

Ulrich: Du meinst, weil sie so vielfältig ist, weil zu kfd Frauen mit verschiedenen Fähigkeiten, Begabungen, Interessen usw. gehören?

 

Gerti: Nicht nur deswegen. Ich meine es so: Es drückt aus, dass man aus ganz verschiedenen Blickwinkeln auf unsere Frauengemeinschaft schauen kann. Was ist die kfd? Wenn du da fünf Leute fragst, bekommst du mindestens fünf verschiedene Antworten.

 

Ulrich: Verstehe. Du meinst, die Farben dafür, wie verschieden die kfd gesehen und wahrgenommen wird.

 

Gerti: Genau. Jeder sieht die kfd aus einem anderen Blickwinkel, mitunter auch so, wie man sie gerne sehen will. Mal ein Beispiel. Die einen sehen wie ich die orange Seite.

Sie ist eine schöne warme Farbe. Für viele ist die kfd einfach eine Gemeinschaft, in der man sich wohlfühlt und in der man gerne zusammenkommt. Das beweisen unsere Feiern im Advent oder an Erntedank, die immer gut besucht sind oder der jährliche Ausflug, der gut angenommen wird.

Auch diejenigen, die nicht mehr kommen können, erleben diese herzliche Gemeinschaft dadurch, dass einige von uns sie regelmäßig besuchen.

 

Ulrich: Ich sehe von hier die blaue Seite und dazu fällt mir auch sofort etwas ein. Blau ist die Farbe des Glaubens und der Treue. So sehe und erlebe ich die kfd oft: Sie ist ein kirchlicher Verband,  der sich für den Glauben stark macht – davon spricht auch euer Motto „leidenschaftlich glauben und leben“.  Und hier in unserer Pfarrgemeinde bietet sie bei vielen Gelegenheiten verlässliche Hilfe: am Bittsonntag oder bei Pfarrfesten oder bei der Aktion Palmsträußchen, die dann für einen guten Zweck verkauft werden - und immer wenn es etwas zu tun gibt.

 

Gerti: Im Blau kann man auch etwas anderes sehen: die kfd steht auch für „blau machen“, d.h. dass die Frauen hier Angebote finden, bei denen sie entspannen und den mitunter recht fordernden Alltag hinter sich lassen können: Zum Beispiel den Abend der Lichter  und die anderen meditativen Angebote, die unsere Gemeindereferentin und geistliche Begleiterin Ute Fischer immer schön gestaltet. Und auch unsere Monatstreffen zählen dazu. Das tut gut, einfach einmal rauszukommen.

 


Ulrich: Darum sagt auch so mancher: kfd steht für „keine Frau daheim“. Und sieht vor allem, dass seine Frau ihn allein daheim sitzen lässt.

 

Gerti: Der arme Mann …  Andere sehen das von der positiven Seite und übersetzen kfd mit „kannst fort dappen“.

 

Ulrich: Klingt beides lustig. Aber dahinter steht auch ein ernstes Thema. Das der Rolle und der Stellung der Frau in der Gesellschaft. Auch in der Kirche. Denn in beiden hat die jahrhundertelange Benachteiligung der Frauen ihre Spuren hinterlassen. Manche erinnern sich noch an die Auseinandersetzung um die „Brüder und Schwestern“ in der Lesung. An sich ja kein Ding. Aber dass es dazu solche Diskussionen gab, spricht an sich Bände.

Heute macht sich die kfd vor allem in politischen Bereich stark für mehr Gleichberechtigung und Gleichstellung. So zuletzt für die Einführung einer Mütterente. Beim equal pay day wird gleicher Lohn für gleiche Arbeit gefordert, weil es immer noch in vielen Berufen so ist, dass die gleiche Arbeit bei Frauen weniger gut bezahlt wird wie bei Männern. Hier kann man gewissermaßen die lila Seite sehen, die kfd als einen Verband, der sich für Frauenrechte einsetzt.

 

Gerti: Von dieser Seite wird die kfd leider viel zu wenig gesehen. Aber noch etwas:

Lila ist auch die Farbe der evangelischen Kirche. Hier suchen wir bewusst Berührungspunkte in der Ökumene. Der Weltgebetstag der Frauen ist schon seit Langem etabliert. In den letzten Jahren haben wir die Tradition eines ökumenischen Vortrags geschaffen, bei denen Themen des Glaubens aus evangelischer und katholischer Sicht dargestellt werden.

 

Ulrich: Und was sehen die Leute, die die grüne Seite sehen?

 

Gerti: Zum Beispiel die Frauenwallfahrten im Dekanat, bei denen wir durch die Natur gehen und um die Bewahrung der Schöpfung beten. Oder unseren  spirituellen Garten, den wir hegen und pflegen und in dem wir uns zu Gottesdiensten treffen.

 

Ulrich:  Jetzt fehlt nur noch eine Seite, die rote. Rot ist die Farbe der Liebe. Diese Farbe sieht man von oben. Ein schönes Zeichen dafür, dass Gott uns mit Liebe anschaut.

 

Gerti: Die Farbe rot hat ja was mit Liebe zu tun. Nun ist Liebe ja schon zwischen Menschen schwierig zu beschreiben, wie schwierig ist es dann erst bei jemandem, der für uns nicht sichtbar ist, auch für Maria nicht. Davon wird ja im Evangelium berichtet. Sie hat wohl einen Menschen gesehen, aber nicht Jesus, weil sie mit ihren Gedanken noch in der Dunkelheit, die der Tod gebracht hat, gefangen war. Erst als er ihren Namen gerufen hat, hat sie ihn erkannt.

Für mich heißt dass, das man nicht nur sehen, sondern auch hören muss. Wir müssen bereit sein, uns zu öffnen. In einer Beziehung- egal welcher- kann ja auch der Einzelne nicht einfach nur das tun, was er für richtig hält. Er sollte auf sein Gegenüber hören und sich auf seine Bedürfnisse einlassen.

 

Ulrich: Und so wollt ihr in der kfd aufeinander hören und auf Gott.

 

Gerti: Ja. Man könnte auch sagen, dass ist für und der entscheidende Blickwinkel, die entscheidende  Perspektive. Egal ob wir uns für die Schöpfung oder die Frauenrechte einsetzen, ob wir ökumenische Begegnung suchen oder unseren kirchlichen Glauben leben und gestalten, ob wir Ruhe und Entspannung suchen oder feiern – immer kommt es darauf an, dass wir das im Blick behalten: ist es das, wozu Gott uns ruft? Ist es das, was den anderen wirklich dient?

 

Ulrich: Das finde ich wirklich etwas ganz Besonderes, dass ihr so denkt und lebt.

… (ggf. Schild drehen oder herumlaufen) blau, orange, grün, lila, rot, … Wir haben euch und Ihnen die kfd einmal von verschiedenen Seiten vorgestellt. Und an sich gäbe es noch mehr zu entdecken.

 

Gerti: Wir hoffen, dass die eine oder der andere für sich eine neue Sichtweise dabei entdecken konnte und die kfd jetzt anders sieht als vorher. Besonders würde mich freuen, wenn sie für die eine oder andere so interessant geworden ist, dass sie einfach mitmachen will. J

 

Ulrich: Und wir hoffen, dass der entscheidende Blick uns alle in der Gemeinde prägt:

Dass wir uns von Gott geliebt wissen und mit Liebe auf Gott und aufeinander schauen, danach fragen, was Gott und den Menschen dient.

 

Gerti und Ulrich: Amen

Kfd ist das Akronym für katholische Frauen Deutschlands, in Somborner Platt aber auch für „kannst fort dappe“. Genausogut könnte es aber auch für kreativ, frauenorientiert und demokratisch stehen.


Die kfd ist eine Gemeinschaft von zur Zeit 110 fast ausschließlich katholischen Frauen, eingebunden in die Kirchengemeinde St. Anna und den Pastoralverbund St. Peter und Paul. Sie gehört zum Dekanat Kinzigtal und damit zur Diözese Fulda.


Die kfd St. Anna kann auf ein langjähriges Verbandsleben zurückblicken. Im Oktober 2008 feierten wir unser 100 jähriges Bestehen. Dazu haben wir uns zusammen mit unserem Pfarrer erinnert, was uns als kfd ausmacht und was wir in der Zukunft für eine Rolle als Christ in der Gemeinde und in der Gesellschaft einnehmen wollen. Die aus diesen Gesprächen entwickelten Gedanken haben wir dann kreativ - wie Frauen halt so sind - in ein Logo umgesetzt.

Auf den ersten Blick dürfte die kreuzähnliche Form auffallen. Sie sagt etwas über unser Profil aus, denn wir sind ganz bewusst ein katholischer Verband und wollen Zeugnis ablegen für Jesus Christus. Wenn man dem Logo einen zweiten Blick gönnt (mit dem zweiten sieht man besser) stellt man fest, dass das Kreuz aus bunten Bändern besteht, die von 4 Seiten auf den Mittelpunkt zulaufen und dort einen dicken Knoten bilden. Sie sagt etwas über unser Profil aus, denn wir sind ganz bewusst eine katholischer Verband.


Die verschiedenen Farben sind ein Zeichen dafür, dass die kfd eine bunte Gemeinschaftvielfältigen mit Fähigkeiten, Begabungen und Interessen ist. Das sorgt auch schon mal für Unruhe, für Interessenskonflikte und für diverse Meinungsverschiedenheiten, weshalb es mitunter auch gar nicht so leicht ist, sie zusammenzuhalten. Das ist anstrengend, aber auch eine Herausforderung.

Beim Betrachten der bunten Farben könnte einem aber auch der bunte Regenbogen einfallen, der ein Zeichen ist für den Bund, den Gott mit den Menschen geschlossen hat Auch der Knoten trägt diese Botschaft. Einen Knoten machen, bedeutet ja etwas verbinden. Wir verbinden uns mit Gott und untereinander zu einer festen Gemeinschaft, in der wir unsere Verschiedenheit nicht aufgeben müssen.


Der Knoten erinnert in seiner Form aber auch andeutungsweise an die Blüte einer Rose. Die Rose ist das Zeichen der Liebe. Damit wollen wir sagen: Was uns zusammenhält, was uns zusammenhalten sollte, das ist die Liebe. Gott und den Nächsten lieben wie sich selbst.

Wir sind überzeugt, dass unsere Gemeinschaft um so lebendiger wird, je besser ihr diese 3-fache Liebe gelingt. Die Liebe zu sich selbst, zu Gott und zu unserem Nächsten. Das muss natürlich immer wieder geübt und gefestigt werden.

 

Die Buntheit und den Knoten haben wir Ihnen nun erklärt. Aber auch das hat seine Bedeutung, dass die Bänder von verschiedenen Seiten kommen. Einmal von oben, einmal von unten, einmal von rechts und einmal von links.


Die Bänder die von verschiedenen Seiten kommen, sind ein Zeichen für die Offenheit, die uns auszeichnet. Jede Frau ist bei uns willkommen.


Die eine Richtung von oben und von unten soll Vergangenheit und Zukunft darstellen. Gerade bei einem Jubiläum wird einem bewusst in welch langer Tradition man steht.


Wir leben heute in einer ganz anderen Zeit als unsere Gründungsmitglieder und wir sind froh darüber. Aber es gibt auch Dinge, die wir seit jeher aufgreifen und bewahren wollen. Das ist vor allem der gelebte und praktizierte Glaube und unser Wertebewusstsein. Zugleich ist uns aber die Offenheit in die Zukunft wichtig, dass wir den Mut haben Neues anzufangen, dass wir offen bleiben für neue Frauen und damit für neue Gedanken und Ideen.


Die Bänder nach links und nach rechts stehen für die Offenheit gegenüber der Kirchengemeinde und der Gesellschaft. Wir wollen uns nicht abkapseln und unser eigenes Süppchen kochen, sondern Anregungen geben und aufnehmen, wir engagieren uns und sind auch dankbar, wenn andere uns bestärken und helfen.


Das Symbol soll aber nicht nur ein Zeichen für die kfd setzen , sondern steht auch für die Kirche, die so ist oder zumindest so sein möchte:

vielfältig und offen, fähig aus dem Vergangenen zu schöpfen und neue Wege zu gehen, bereit zu geben und zu empfangen, eine Gemeinschaft zu bilden im Geist der Liebe und so Zeugnis zu geben für Jesus Christus.

 

Der neue Vorstand der kfd St. Anna stellt sich vor
Der neue Vorstand der kfd St. Anna stellt sich vor

von links nach rechts:

Angelika Stolze (stellvertretende Sprecherin),

Erika Franz (Schriftführerin),

Sabine Leidig (Kassiererin) ,

Gerti Brünnn-Betz (Sprecherin),

Pfarrer Schäfer (Präses)

Ute Fischer (geistliche Begleitung).


Erreichbarkeit:
E-mail Adresse Gerti Brünn-Betz:
pagbetz(at)t-online.de
E-mail Adresse der Pfarrgemeinde:
sankt-anna-somborn(at)pfarrei.bistum-fulda.de

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