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kfd-Somborn aktuell

Gemeinde aktiv

7 Wochen ohne Plastik

26.02.2020
01.03.2020
08.03.2020
15.03.2020
Abbruch der Aktion

26.02.2020

Liebe Gemeinde

 

Mit dem Aschermittwoch am 26. Februar beginnt wieder die lange vorösterliche Fastenzeit. Sie soll an das 40 tägige Fasten Jesus in der Wüste erinnern und uns auf Ostern einstimmen. 7 Wochen oder 40 Tage heißt es nun verzichten und mehr oder weniger entschlossen und kompromisslos durchhalten. Traditionell geht es in der Fastenzeit um den Verzicht von Essen, aber immer häufiger auch darum, sich nicht nur selbst sondern anderen etwas Gutes zu tun. Immer häufiger verzichten Menschen deshalb in unserer Konsumgesellschaft auch gern auf Rauchen, Auto oder Konsum.

Wir vom PGR St.Anna Somborn und der kfd Somborn haben uns entschieden, mit Papst Franziskus der Umwelt mehr Aufmerksamkeit zu geben und möchten Sie deshalb motivieren, an der Aktion „7 Wochen ohne Plastik“ teilzunehmen. Schließlich ist Deutschland mit 14 Mio. Tonnen in Europa der Vorreiter was den Plastikverbrauch betrifft. Die Kunststoffabfallmenge hat sich in Deutschland seit 1994 bis 2015 auf 5,92 Tonnen pro Jahr verdoppelt und so hören und lesen wir immer häufiger: unser Planet sowie die Meere ächzen unter der Plastikvermüllung. Als Konsumenten nehmen wir auch immer häufiger Mikroplastik über Lebensmittel und Kosmetik in unseren Körper auf.

Genügend Gründe, um sich mit dem Thema Plastik bewusst auseinander zu setzen. Uns Christen sollte es aber nie nur um ökologische Argumente gehen. Wir möchten mit der Aktion auch einen Bezug zu unserem Glauben herstellen und das Thema Schöpfung mit Ihnen zusammen neu entdecken.


Mit Papst Franziskus, der in seinem Buch „Laudato si“ aufgerufen hat, Verantwortung für Umwelt und damit zu Lebensbedingungen zu übernehmen, wollen wir auch als Gemeinde „Sorge um das gemeinsame Haus“ tragen und uns seiner Idee einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung anschließen. Die päpstliche Enzyklika knüpft an den Sonnengesang des Hlg. Franziskus an und widerspricht der unbegrenzten Verfügbarkeit natürlicher Güter, was gleichzusetzen ist mit sparen, recyceln, länger benutzen, auf Neues verzichten, bewusster einsetzen. Papst Franziskus geht davon aus, dass nicht nur die Natur leidet, sondern immer auch der Mensch, wenn dessen Lebensqualität beeinträchtigt oder gestört ist. Deshalb gehört zum Thema Nachhaltigkeit auch immer der Einsatz für die Armen, der in der Fastenzeit von verschiedenen katholischen Hilfsorganisationen besonders eindrücklich eingefordert wird.

Startbeginn für unsere Aktion war der 19 Februar mit einem Vortrag von Nicole Schrempf, die aus eigener Erfahrung darüber berichtete, wie Sie Plastikfasten in ihren Alltag integrieren können.

Aber weil es bezüglich Plastik und Umweltverschmutzung auch viel Unwissen und Mythen gibt, sind wir bestrebt, Sie auch mit Fachwissen zu „füttern“ und haben einen Experten in unsere Austauschrunde eingeladen. Vorrangig an diesem geplanten Abend sollen Sie aber die Möglichkeit haben sich über ihre Erfolge auszutauschen und die motivieren, denen Plastikfasten schwerfällt. Aber auch deren Erfahrungen sind für alle Beteiligten bedeutsam, machen Sie uns doch klar, wie sehr Plastik mit unserem Lebensstil und unserer Lebensqualität zusammenhängt.


Wir als PGR freuen uns über Ihre Beteiligung, egal ob sich vorsichtig herantastend oder aktiv mitmachend.





Wir werden auf der Homepage unter Gemeinde aktiv jeden Sonntag Hintergründe, Fakten und Informationen zum jeweiligen Impuls veröffentlichen

Liebe Gemeinde

 

Gedanklich sicher, aber auch in unserem Handeln sind wir zur Zeit alle mit Corona und seinen Folgen beschäftigt. Wir müssen auf Gottesdienste, Reisen, Restaurantbesuche, Einkäufe und vieles andere verzichten. Corona hat, wie Sie merken, deutliche Auswirkungen auf unser Zusammenleben und auf unsere Bedürfnisse, die wir neu priorisieren und zunächst in naher Zukunft vielleicht sogar unerfüllt bleiben müssen.  

Aus diesem Grund brechen wir die von PGR und kfd initiierte Fastenaktion „Plastikfasten“ ab. Sie werden zur Zeit mit anderen Sorgen und völlig neuen Situationen beschäftigt sein.

Wir wünschen Ihnen für die nächsten 3-4 Wochen Geduld, Disziplin und die nötige Gelassenheit, um diese Zeit der Karenz und des weitgehenden Verzichts auf ein „normales“ gesellschaftliches Leben (eine andere Art des Fastens und für Viele eine ganz neue Erfahrung) gut zu überstehen. Bei aller Herausforderung, die dieser Mikroorganismus mit sich bringt, könnte es aber auch eine geistlich geprägte Zeit für Sie werden. Gottesdienste können z.B. im Bistum virtuell im Internet oder im Fernsehen mitverfolgt, mitgefeiert oder für Familien heruntergeladen werden.

Sie dürfen aber auch Ihre Kreativität neu entdecken und sich mal wieder ganz intensiv mit Ihrer Familie beschäftigen. Versteckt in Ihren Schränken finden Sie sicher Spiele, die fast schon in Vergessenheit geraten sind. Oder schreiben Sie mal wieder und erneuern Sie Ihre Briefkontakte. Fangen Sie an zu basteln oder zu malen und entdecken Sie ihre Fähigkeiten und sich selbst.

Bleiben Sie gesund, Wie Sie sich schützen können erfahren Sie die Homepage der Gesundheitsämter und des Robert-Koch -Instituts.

Horten Sie bitte keine Vorräte, die Sie nach der Krise nicht weiterverbrauchen können und üben Sie sich in Rücksicht, damit die Versorgung aller gewährleistet ist.

Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall die Kraft des Heiligen Geistes und das feste Vertrauen auf Gott, der uns alle in seinen Händen hält.

Ihr PGR