St. Bartholomäus Freigericht - Bernbach, Helthcare for Kitaba

Krankenstation in Kitaba und Schule in Mpeefu/Uganda

Nachfolgend informieren wir über diese beiden Projekte in Uganda und berichten von einzelne Aktionen dazu in unserer Pfarrei.


Die beiden Projekte sind weiterhin auf Spenden angewiesen, das Spendenkonto des Fördervereins „Healthcare für Kitaba“ lautet:


Förderverein "Healthcare for Kitaba e. V."

IBAN DE11 5066 1639 0004 1847 42


Hier gelangen Sie zur Website vom Förderverein "Healthcare for Kitaba e. V.".


aktuelle Neuigkeiten - Februar 2022


„Endlich ist die Schule wieder offen“, freut sich Pfarrer Patrick Kasaija, derzeit Pfarrer in Bernbach und Altenmittlau.


Während seines Heimaturlaubs im Januar konnte er die Freude über die Wiedereröffnung der Trinity Secondary School in Mpeefu/Uganda miterleben. Mit einer kurzen Unterbrechung für einige Altersstufen waren die Schulen in Uganda coronabedingt 83 Wochen lang geschlossen. Entsprechend groß war die Freude über die Wiedereröffnung der neu gegründeten Schule.


60 Schülerinnen und Schüler starteten am 11. Januar, mittlerweile wird die Schule von 143 Schülerinnen und Schülern besucht, darunter 77 Mädchen, worüber sich Pfarrer Kasaija und die Verantwortlichen besonders freuen. „Täglich melden sich neue Schüler an“, so Pfarrer Kasaija, der eine besondere Verbindung zur Schule hat.

Insgesamt kann die Schule 256 Schülerinnen und Schüler aufnehmen.


 

Zum 50. Geburtstag im Mai 2019 wurde Pfarrer Kasaija von der Batschka-Stiftung mit einem ganz besonderen Geschenk überrascht. Jürgen Seidler von der Batschka-Stiftung erklärte, dass die Stiftung, die bereits den Bau der Krankenstation in Pfarrer Kasaijas Heimat Kitaba/Ugande unterstützt hat, den Bau einer Schule unterstützen wird. „Die Batschka Stiftung spendete 2019 einen sehr hohen Geldbetrag an die katholische Kirchengemeinde St. Peter‘s Bwikara, womit der 1. Bauabschnitt der Trinity Secondary School in Mpeefu und in ein gemeinnütziges Ausbildungsprojekt unterstützt wurden“, erzählt Kasaija dankbar.

„Mein Freund Pfarrer Joseph leitet dieses Ausbildungsprojekt, die jungen Erwachsenen, die im Rahmen des Projektes eine handwerkliche Lehre machen, fertigten die Stühle und Tische für die Schule an.“ 2020 wurde auch der zweite Bauabschnitt der Schule von der Batschka Stiftung unterstützt, die zweckgebundene Spende wurde für die Bohrung und den Anschluss eines Brunnens sowie die Errichtung eines Computerraumes verwendet. „Viele Eltern haben großes Interesse an der neuen Schule“, so Pfarrer Kasaija.


Wenn alle 256 Schulplätze belegt sind, ist ein weiterer Bauabschnitt für den Ausbau einer Oberstufe geplant. „In Uganda muss Schulgeld bezahlt werden, an unserer Schule sind es 100 € für 3 Monate, dieser Betrag wurde sehr niedrig gehalten, um vielen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Dennoch können sich viele Familien den Schulbesuch nicht leisten.“


Deshalb muss in naher Zukunft auch geklärt werden, wie Kindern und Jugendlichen, die aus finanziellen Gründen die neue Schule nicht besuchen können, ein Schulbesuch ermöglicht werden kann. Im Schulgeld inkludiert sind auch die Kosten für Verpflegung und medizinische Versorgung, andere Schulen nehmen bis zu 500 € Schulgeld für drei Monate weiß Pfarrer Kasaija.


„Leider sind für viele Familien auch 100 € noch zu viel“, so Pfarrer Kasaija, deshalb ist er nun auf der Suche nach Schulpaten. „Eine Patenschaft für die 14jährige Sylvia gibt es schon“, freut sich der Seelsorger.


 

Wenn jemand Interesse an einer Patenschaft hat, darf man sich sehr gerne an Pfarrer Kasaija wenden (patrick.kasaija@bistum-fulda.de oder telefonisch: 06055-931221). „Die Schulleitung sucht dann Kinder aus, die für eine Patenschaft in Frage kommen.“



Die Schule wurde für die armen Leute auf dem Land gegründet, gerade Corona habe die finanzielle Not vieler Menschen in Uganda noch verschlimmert. „Wir brauchen in Uganda eine gute Schulbildung und eine gute medizinische Versorgung“, so Kasaija.


Zur Schule gehört auch eine Art Internat, etwa die Hälfte der Schüler schlafen in der Schule, die andere Hälfte, die sich das nicht leisten kann, kommt täglich in die Schule gelaufen. Nach dem Schultag, der bis 17 Uhr dauert, gibt es an der Schule noch Freizeit- und Sportangebote.


Derzeit unterrichten 15 Lehrer und 2 Lehrerinnen, wovon eine die Schulleiterin ist, an der Schule. „In Uganda gibt es zwar auch eine Schulpflicht, allerdings wird sie nicht kontrolliert“, so Kasaija.



 

Die Krankenstation - Februar 2022


Nach der erfolgreichen Wiedereröffnung der Schule hofft Pfarrer Kasaija nun darauf, dass auch die Krankenstation in Kitaba bald eröffnet werden kann. Seit vielen Jahren wird er hierbei von den Pfarrgemeindem, dem Förderverein „Healthcare for Kitaba e.V.“ und zahlreichen Spendern finanziell unterstützt. Es fehlen noch die Sanitär- und Elektroinstallationen, die von ehemaligen Bernbacher Messdienern durchgeführt werden sollen. Auch hier hat Corona ordentlich dazwischen gefunkt, sonst hätte die Station schon vor 2 Jahren eröffnet werden können.


Derzeit ist geplant, dass Pfarrer Kasaija Ende April mit dem Team aus Bernbach nach Uganda fliegt, damit die Krankenstation fertig gestellt werden und im August 2022 eröffnet werden kann.


Im Januar hat Pfarrer Kasaija bereits die Türen in einer Werkstatt des Bistums Hoima/Uganda in Auftrag gegeben.


Die Krankenstation könnte dann die rund 2000 Einwohner rund um Kitaba versorgen. Außerdem wird dort ein Bus zur Verfügung stehen, mit dem die Kranken abgeholt oder ins Krankenhaus gebracht werden können.


„Die Menschen in Kitaba warten sehnsüchtig auf die Eröffnung der Krankenstation, denn die medizinische Versorgung ist nicht mit der in Deutschland zu vergleichen“, betont Pfarrer Kasaija. Weitere Infos zu beiden Projekten findet man im Internet unter www.kitaba-health.de.


 

Die Projekte Krankenstation in Kitaba und Schule in Mpeefu

Pfarrer Kasaija plant und baut seit einigen Jahren mit viel Unterstützung aus Deutschland eine Krankenstation in seinem Heimatdorf in Kitaba in Uganda auf. Besonders die medizinische Versorgung gerade auf dem Land und die Bildung der Kinder und Jugendlichen sind ihm eine Herzensangelegenheit.


„Leider ist es bei uns immer noch so, dass Menschen an scheinbar harmlosen Krankheiten wie Grippe oder Blinddarm sterben, HIV macht viele Kinder zu Halbwaisen oder Waisen.“ Wenn die Krankenstation fertig ist, wird sie wichtiger Anlaufpunkt für rund 2000 Einwohner von Kitaba und Umgebung sein, die dort vor allem ambulant behandelt werden sollen.

„Aber es werden auch 11 Betten für einen stationären Aufenthalt zur Verfügung stehen“, so Kasaija.


Während eines Vortragsabends bei der kfd Bernbach im November 2013 wurde er von Elvira Trageser, der Sprecherin der kfd Bernbach gefragt, ob es ein Projekt in Uganda gebe, dass sie finanziell unterstützen können. Da erzählte er den interessierten Frauen von seinem Plan, in seiner Heimat eine Krankenstation zu bauen. Den Frauen der kfd Bernbach war schnell klar, dass sie den Pfarrer bei seinem Vorhaben unterstützen werden. „Wir helfen gerne und suchen nach Projekten, bei denen wir auch einen persönlichen Bezug haben“, betonte Trageser. Seitdem veranstaltete die kfd zusammen mit dem Pfarrgemeinderat Bernbach immer wieder Fastenessen und Kaffeenachmittage zur Unterstützung der Krankenstation. Und auch während des Lockdowns waren sie nicht untätig und boten mit Erfolg Kuchen zum Mitnehmen gegen eine Spende an.


Immer mehr Bernbacher und Altenmittlauer interessierten sich für das Projekt und unterstützen bis heute Pfarrer Kasaija bei seinem großen Projekt. „Zu später Stunde am Pfarrfest in Bernbach saß ich mit einigen ehemaligen Messdienern zusammen und wir kamen auf mein Projekt zu sprechen“, erinnerte sich Kasaija. „Als sie sagten wir wollen Ihnen helfen, dachte ich es sei eine Schnapsidee.“

Doch es war keineswegs eine Schnapsidee, denn seitdem waren Ann Christin und Johannes Hacker, Benedikt und Daniel aul, Manuel Heimrich und Marc Kunzmann sehr aktiv, unter dem Motto „Healthcare für Kitaba“ planten sie, organisierten, sammelten Spenden und machten sich vor Ort ein Bild von der Situation.

Natürlich packten sie auch schon tatkräftig mit an, denn allesamt sind handwerklich begabt und teilweise sogar Gas- und Wasserinstallateure. „Wir waren eine tolle Messdienertruppe und haben schon immer gut mit unserem Pfarrer zusammen gearbeitet, deshalb ist es uns eine Herzensangelegenheit unseren Pfarrer in Kitaba aktiv zu unterstützen“, so die jungen Erwachsenen.


Im Sommer 2018 wurde dann der Förderverein Healthcare for Kitaba gegründet, mit dem Zweck Geld- und Sachmittel zum Bau, zur Ausstattung und zur Erhaltung der Krankenstation zu beschaffen. „Auch wenn die Krankenstation eröffnet ist, müssen die laufenden Kosten auch finanziert werden“, so Sylvia Trageser, die erste Vorsitzende des Fördervereins.


 


Fast zur gleichen Zeit wurde auch die Batschka Stiftung auf das Projekt „Healthcare für Kitaba“ aufmerksam und Jürgen Seidler, Stiftungsratsvorsitzender, sowie die Stiftungsmitglieder entschlossen sich das Projekt finanziell zu unterstützen.


„Aus dieser Zusammenarbeit mit der Batschka Stiftung wurde ich an meinem 50. Geburtstag im Mai 2019 von Herrn Seidler mit einem weiteren Projekt von der Stiftung überrascht“, erzählt Pfarrer Kasaija. Sie sind auf das Schulprojekt in Mpeefu gestoßen, das von Pfarrer Kasaija’s Bruder geleitet wird.


„Mein Freund Pfarrer Joseph leitet dieses Ausbildungsprojekt, die jungen Erwachsenen, die im Rahmen des Projektes eine handwerkliche Lehre machen, fertigten die Stühle und Tische für die Schule an.“

 

2020 wurde der zweite Bauabschnitt der Schule von der Batschka Stiftung unterstützt, die zweckgebundene Spende wurde für die Bohrung und den Anschluss eines Brunnens sowie die Errichtung eines Computerraumes verwendet. 

 


„Seit ich in Deutschland bin, habe ich sehr viele Leute kennengelernt, die sich für die Lebenssituation in meiner Heimat interessieren und die auch den Menschen vor Ort helfen wollen, dafür bin ich sehr dankbar“, betont Kasaija, der versichert, dass die Spenden zu hundert Prozent auch vor Ort ankommen.




Im Februar 2020 haben die Arbeiten an der Krankenstation in Kitaba mit den jungen Erwachsenen aus Bernbach begonnen


„Leider hat Corona den ganzen Zeitplan durcheinander gebracht und der Container voll mit Sachspenden wie Kabel, Solarmodulen, Betten, Kühlschränken und sogar einem Auto, der bereits im Dezember 2019 per Schiff in Uganda ankam, wartet endlich darauf ausgepackt zu werden“, so Kasaija.




 

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